Themenschwerpunkte

Aktuelle Themen für Abschlussarbeiten

Holz ist ein natürliches Strukturelement in Fließgewässern. Es wirkt sich auf die Hydraulik aus (Fließwiderstand), beeinflusst dadurch die Morphologie des Gewässers (Kolke und Anlandungen) und hat damit auch positive ökologische Funktionen (vielfältige Lebensräume für aquatische Organismen). Daher wird Holz im Rahmen von Gewässerrenaturierungen gerne eingesetzt. Andererseits wirkt sich Holz nachteilig auf die Abflussleistung aus, weshalb es im Zuge der Gewässerunterhaltung oftmals entnommen wird. Besondere Gefahr kann aus der möglichen Verdriftung und Verblockung bei Hochwasser ausgehen.

Im Rahmen einer kooperativen Grundlagenuntersuchung sollen Berechnungsansätze für den Fließwiderstand von Holz hergeleitet sowie Empfehlungen für den Einsatz von Holz bei der Gewässerrenaturierung erarbeitet werden. In diesem Zusammenhang sind aktuell die folgenden Abschlussarbeiten zu vergeben. Die Betreuung erfolgt durch Prof. Dr. Selle und/oder Prof. Dr. Heimann.

Foto: Ingo Schnauder
Foto: Michael Seidel
Foto: Michael Seidel

Thema 2: Laborversuche zum Fließwiderstand von Hölzern

In der kleinen und ggf. auch in der großen Rinne soll der Fließwiderstand von natürlichen Hölzern auf den Wasserstand und die mittlere Fließgeschwindigkeit untersucht werden. Dabei steht die integrale Wirkung vieler Hölzer über eine längere Strecke im Vordergrund.

Thema 3: Lagestabilität und Verankerung von Hölzern in Fließgewässern

Um das Verdriften größerer Einzelhölzer bei Hochwasser zu verhindern, werden diese teilweise verankert. Im Zuge dieser Arbeit sollen die erforderlichen Verankerungskräfte experimentell ermittelt und Vorschläge für eine Verankerung erarbeitet werden.

Thema 4: Numerische Modellierung des Fließwiderstands von Hölzern

Dieses Thema eignet sich insbesondere (aber nicht ausschließlich) für Masterstudierende. Hierbei soll durch Vergleichsberechnungen geprüft werden, wie der Fließwiderstand von Hölzern mit üblicher Software (z.B. HEC RAS) simuliert werden kann.

Die Schleuse Neukölln

Die Schleuse Neukölln trennt den Neuköllner Schifffahrtskanal in die obere und untere Haltung. Sie wurde von 1902 bis 1914 errichtet und letztmalig im Jahr 2000 grundinstandgesetzt. Der aktuelle Bauwerkszustand erfordert einen Neubau oder einen Ersatzneubau.

Erste Untersuchungen haben gezeigt, dass aufgrund eines geänderten Bedarfs eine neue Schleuse in kleineren Abmessungen und ggf. an einem anderen Standort gebaut werden könnte. Dabei nehmen die Belange der Freizeitschifffahrt zu. Neben schifffahrtlichen Aufgaben muss die Schleuse auch vielfältige wasserwirtschaftliche Funktionen erfüllen.

Themen

Fragen Sie nach aktuellen Aufgabenstellungen zur Schleuse Neukölln

 

Weitere Themenvorschläge

Landwirtschaftlicher Wasserbau, z.B.
- Wasserrückhalt in Mulden auf der Insel Fehmarn

Konstruktiver Wasserbau, z.B.
- Unterwasserinspektionen mit einfachen Mitteln - ggf. Kombination mit Vermessung
- Nachhaltige Gestaltung von Uferwänden an Wasserstraßen (Langzeitauswertung für Berliner Beispiele)
- Untersuchungen zur besseren Ausnutzung von Wasserstraßen (reduziertes Querschnittsverhältnis n?)

Naturnahe Gewässerentwicklung, z.B.
- Hydraulischen und ökologischen Wirkung von Holz in Fließgewässern - siehe folgender Kasten
- Niedrigwassermanagement an der Wuhle / Berlin
- Untersuchungen für die Kleingewässer im Tiergarten
- Herstellung der Durchgängigkeit für das Tegeler Fließ / Berlin
- Niedrigwassermanagement an der Wuhle
- Revitalisierung des Laichhabitats am Teupitzer See (zusammen mit dem Bodenverband Dahme Notte)

Eigene Themenvorschläge ...
... sind auch willkommen. Bitte sprechen Sie mich an.