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Wie können kleine und hoch spezialisierte Hochschulen ihre Gebäude wirtschaftlich, rechtssicher und zugleich nutzungsnah betreiben? Dieser Frage ist das Forschungsprojekt BauFM3KuHo der Berliner Hochschule für Technik gemeinsam mit drei Berliner Kunsthochschulen nachgegangen.

Unter der Leitung von Prof. Kai Kummert wurden die Bau- und Facility-Management-Strukturen der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin und der weißensee kunsthochschule berlin umfassend untersucht. Das kooperative Forschungs- und Entwicklungsprojekt verband wissenschaftliche Organisationsanalyse mit den Erfahrungen der Hochschulleitungen, Bau- und Facility-Management-Verantwortlichen sowie der Beschäftigten im operativen Gebäudebetrieb.

Im Mittelpunkt standen die Aufgaben- und Prozessorganisation, der Personalbedarf, die Betreiberverantwortung, Vergabe- und Beschaffungsprozesse, Digitalisierung und CAFM sowie die Frage nach einer geeigneten Organisationsstruktur für die drei Kunsthochschulen. Hierzu wurden Bestandsaufnahmen, Workshops, Interviews, Objektbegehungen, Aufgaben- und Gap-Analysen sowie ein Vergleich unterschiedlicher Organisationsmodelle durchgeführt.

Die Untersuchung zeigt: Die bestehenden Bau- und Facility-Management-Strukturen der Kunsthochschulen sind im Kern tragfähig. Der wesentliche Handlungsbedarf liegt vor allem in der Klärung von Rollen und Schnittstellen, der Standardisierung von Prozessen, einer belastbaren Dokumentation, der digitalen Unterstützung sowie der Stärkung der Betreiberorganisation. Zugleich bestätigt die Personalbedarfsanalyse, dass die Hochschulen keine überflüssigen internen Kapazitäten besitzen, sondern auf einen qualifizierten, hochschulnahen Kern angewiesen bleiben.

Als Zielbild empfiehlt BauFM3KuHo deshalb ein hybrides Organisationsmodell: Nicht delegierbare Bauherren-, Steuerungs- und Betreiberfunktionen verbleiben bei den Hochschulen. Standardisierbare, delegierbare oder besonders spezialisierte Leistungen werden gezielt durch strategische Partner und gemeinsame Unterstützungsstrukturen erbracht. Damit verbindet das Modell Hochschulautonomie und Nutzungsnähe mit professioneller Unterstützung, digitaler Transparenz und wirtschaftlicher Leistungserbringung.

Der 122-seitige Abschlussbericht enthält neben der vollständigen Organisationsanalyse konkrete kurz-, mittel- und langfristige Handlungsempfehlungen. Die Ergebnisse bieten damit nicht nur den drei beteiligten Kunsthochschulen eine strategische Entscheidungsgrundlage, sondern leisten auch einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zur aktuellen Diskussion über die zukünftige Organisation des Berliner Hochschulbaus.

Mehr über das Forschungsprojekt BauFM3KuHo erfahren

Wie gelingt es, junge Menschen für das Bauwesen zu begeistern? Wie entstehen Innovationen, die unsere Städte von morgen prägen? Und warum sind starke Partnerschaften zwischen Hochschulen, Wirtschaft und öffentlicher Hand heute wichtiger denn je?

Antworten auf diese Fragen gab das 70-jährige Jubiläum der Fördergemeinschaft Bauwesen e. V., das gemeinsam mit der Verleihung des 6. BauWerke-Exzellenzpreises in der historischen Villa im Olympiapark Berlin gefeiert wurde.

Die Fördergemeinschaft Bauwesen begleitet die Berliner Hochschule für Technik seit ihrer Gründung im Jahr 1956 als verlässlicher Partner. Seit sieben Jahrzehnten fördert sie den wissenschaftlichen Nachwuchs, stärkt den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Baupraxis und schafft Räume für den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Ein starkes Zeichen für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Im Mittelpunkt des Festaktes stand die Verleihung des 6. BauWerke-Exzellenzpreises, mit dem herausragende Bachelorarbeiten des Studiengangs Architektur ausgezeichnet wurden.

Der Wettbewerb wurde 2019 auf Initiative von Fritz Breitenthaler, Geschäftsführer der BauWerke GmbH, gemeinsam mit der Fördergemeinschaft Bauwesen ins Leben gerufen. Sein Ziel ist es, außergewöhnliche studentische Leistungen sichtbar zu machen und frühzeitig den Austausch mit der beruflichen Praxis zu fördern.

Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger überzeugten mit Arbeiten, die sich den aktuellen Herausforderungen des Bauens widmen – von der Transformation urbaner Räume über nachhaltige Architektur bis hin zu innovativen Lösungen für den Gebäudebestand. Die ausgezeichneten Projekte verdeutlichen eindrucksvoll das hohe fachliche Niveau der Studierenden an der Berliner Hochschule für Technik.

Wissenschaft trifft Praxis

Neben der Preisverleihung bot die Jubiläumsveranstaltung ein hochkarätiges Vortragsprogramm.

Mit ihren Festvorträgen spannten Prof. Dr. Wolfgang Schäche und Prof. Dr. Willi Hasselmann einen Bogen von der Baugeschichte Berlins über die Entwicklung der Fördergemeinschaft bis hin zu den zukünftigen Herausforderungen der Bau- und Immobilienwirtschaft.

Die Grußworte von Vertreterinnen und Vertretern aus Hochschule, Politik und Wirtschaft unterstrichen die Bedeutung der Fördergemeinschaft als Brücke zwischen wissenschaftlicher Ausbildung und beruflicher Praxis. Im Mittelpunkt standen Themen wie nachhaltiges Bauen, Digitalisierung, Fachkräftesicherung, Transformation des Gebäudebestands und die gemeinsame Verantwortung für die Baukultur von morgen.

Netzwerke schaffen Zukunft

Ein besonderes Merkmal der Fördergemeinschaft Bauwesen ist seit jeher die enge Vernetzung unterschiedlichster Akteure.

Studierende kamen mit Architektinnen und Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieuren, Unternehmern, Professorinnen und Professoren sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung und Politik ins Gespräch. Gerade diese persönlichen Begegnungen schaffen oft die Grundlage für neue Forschungsprojekte, Kooperationen, Praktika oder den Berufseinstieg.

Der anschließende Sommerempfang im Garten der Villa bot hierfür den idealen Rahmen und machte deutlich, dass erfolgreiche Nachwuchsförderung weit über den Hörsaal hinausgeht.

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Die Bau- und Immobilienwirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Klimaschutz, Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft, resiliente Infrastrukturen und der Fachkräftemangel verlangen nach innovativen Lösungen und hervorragend ausgebildeten Fachkräften.

Die Berliner Hochschule für Technik leistet hierzu mit ihrer praxisorientierten Lehre und Forschung einen wichtigen Beitrag. Die Fördergemeinschaft Bauwesen unterstützt diesen Weg seit 70 Jahren als verlässlicher Partner und fördert den Dialog zwischen Hochschule und Praxis.

Das Jubiläum und die Verleihung des BauWerke-Exzellenzpreises haben eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig diese Zusammenarbeit ist – und welches Potenzial in der nächsten Generation von Architektinnen, Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieuren steckt.

Mein herzlicher Glückwunsch gilt allen Preisträgerinnen und Preisträgern sowie allen Beteiligten, die mit ihrem Engagement

Weitere Informationen zu den Preisträgern und der Fördergemeinschaft Bauwesen e.V. hier