Viele Gebäude überdauern den spezifischen Zweck, für den sie einst errichtet wurden. In ihrer
Struktur, seltener auch in ihren Fassaden angepasst, ermöglichen sie eine neue, zweite oder sogar
dritte Nutzung. Die verschiedenen Zeitschichten eines „Gebäudelebens“ lagern sich dann sozusagen architektonisch an. Für einen angemessenen Umgang mit diesen komplexen Zusammenhängen ist es wichtig, bei der „Wiederverwendung“ von Gebäuden eine erhöhte Sensibilität für die Spuren der Vergangenheit zu entwickeln. Die subtil allgegenwärtige Spannung von Bausubstanz und neuen Strukturen lässt sich so atmosphärisch gestalten, die Geschichte eines Hauses lässt sich bis in die Gegenwart hinein spürbar fortschreiben.